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Frédéric Ozanam (1813-1853)

Zu unserem Vorstand

Der Erhalter unserer Vinzigärten ist der Vinzenzverein! Im Jahr 1833 bildeten in einem Paris der Armut und des Sittenverfalls der Student  der Philosophie und Rechtswissenschaften Frédéric Ozanam (1813-1853) die erste Gruppe, die sich "Conference" nannte und sich hilfsbedürftiger Mitmenschen annahm und nach Kräften half. Ozanam wurde später ein viel geachteter Professor an der Sorbonne-Universität in Paris. Ihm waren neben dem Bildungsstand seiner Studenten besonders die sozialen Verhältnisse im Land angelegen.

Sein Vorbild war der hl.Vinzenz von Paul (1581-1660), Priester in Südfrankreich, der sich ca 200 Jahre vorher der drückenden Not der Menschen annahm und den Frédéric mit seinen Gleichgesinnten als Patron der Conference wählte. An seiner Seite stand Louise de Marilac, die Gründerin der "Barmherzigen Schwestern". Vinzenz von Paul wurde 1734 in Rom heilig gesprochen.

Die Vinzenzgemeinschaften sind eigenständige, nach dem Vereinsrecht geführte sozialcaritativ tätige Gruppen mit Obmann/Obfrau, Schriftführer, Kassier und den übrigen Mitgliedern, die mit den Pfarren und anderen sozialen Einrichtungen (Sozialdienst, Caritas, Ordensschwestern u.a.) zusammenarbeiten. Im Vorstand ist als "geistlicher Beistand" ein röm. kath. Priester vertreten. Ihr Patron und Vorbild ist Vinzenz von Paul (1581 - 1660), der "Apostel der Nächstenliebe". Sein Leitsatz war: "Armendienst ist Gottesdienst " Denn besonders nahe sind wir Christus, wenn wir ihm in den Armen begegnen
Vinzenzgemeinschaften wollen daher für andere dasein, ihnen  zuhören, sie zu begleiten oder zu betreuen: Was früher in der sogenannten Großfamilie selbstverständlich war, müssen heute fast ausschließlich soziale Einrichtungen übernehmen Personalmangel und hohe Personalkosten machen aber oft in diesen sozialen Einrichtungen eine ganzheitliche Betreuung kaum möglich..Deshalb sind wir eine Gemeinschaft, die sich freiwliig engangieren will. Bei uns sind Sie richtig, wenn Sie anderen Menschen einen Teil ihrer Zeit schenken möchten. Und wenn Sie eine Aufgabe suchen, bei der es nicht um Geld und Wettbewerb geht. Freiwilliges Engagement ist also kein Nebenjob, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe. Freiwillige sind  heute mehr denn je unverzichtbar für Kirche und Gesellschaft.

hl.Vinzenz von Paul (1581-1660)

Viele Einrichtungen in Tirol - darunter eben die Vinzenzgemeinschaften - suchen Menschen, die freiwillig  und unentgeltlich bestimmte Aufgaben übernehmen. Je nach Kenntnissen und Interesse können Sie sich in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern freiwillig engagieren.
Weltweit engagieren sich heute etwa 1 Million Menschen aller Altersstufen ehrenamtlich in über 46.000 Vinzenzkonferenzen in 130 Ländern der Welt. Von den derzeit über 100 Gemeinschaften in Österreich sind allein 45 in Tirol mit rund 500 Mitgliedern tätig.

Zu den vielfältigen Herausforderungen vinzentinischen Handelns gehört auch die Trägerschaft der Kindergärten. In Breitenfeld wurde 1901 am Uhlplatz eine "Knaben- und Mädchen Beschäftigungs- und Bewahranstalt" gegründet. (Übrigens einer der ersten Kindergärten Wiens)

Zu dem heute modern ausgebauten und geführten, mehrgruppigen Kindergarten am Uhlplatz, kam 1997 ein mittlerweile dreigruppiger Kindergarten auf dem Wilhelminenberg hinzu.